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Ehrenvorsitzender jetzt auch König

Nach 27 Jahren im Vorstand, 18 davon als Vorsitzender, komplettiert Hans-Werner Groll seine Schützen-Vita


Glücklich: Helga und Hans-Werner Groll hatten bei der Proklamation im Festzelt schon richtig gute Laune. Daran soll sich in den kommenden zwölf Monaten ihrer Regentschaft nichts mehr ändern. Foto: Henrik Martinschledde

Irgendwie war das ja mal fällig: Wenn jemand 18 Jahre lang Vorsitzender eines Schützenvereins war, insgesamt 27 Jahre im Vorstand gearbeitet hat und nun seit zwei Jahren Ehrenvorsitzender ist, muss er auch mal den Vogel abschießen und sich die Königskrone aufsetzen. Genau das hat sich Hans-Werner Groll, bei dem das vorher aufgezählte alles zutrifft, wohl am letzten Juli-Wochenende gedacht. Schützenfest-Montag schritt der 64-Jährige dann zur Tat. Mit dem 218. Schuss kratzte er die letzten Reste des ehemals stolzen Holzadlers aus dem Kugelfang und komplettierte so als neuer König der Friedrichsdorfer Bürgerschützen so quasi seine Vereins-Vita.

„Das wird bestimmt ein tolles Jahr und ihr werdet im Vorstand viel Spaß mit mir haben“, scherzte er anschließend in Richtung seines Nachfolgers Jörg Kleineschallau, der einer der ersten von unzähligen Gratulanten war. Mit Groll zusammen regiert seine Frau Helga (49), die sich mit dem Titel „Kaiserin“ schmücken darf, da sie bereits 2012/13 an der Seite von Jens Budde Königin war.

Eine hundertprozentig sichere Angelegenheit war die Sache für den neuen König allerdings nicht. Nachdem der Adler seine Insignien an Niklas Tölke (Apfel), Dominik Füchtenhans (Zepter) und Christoph Dierksmüller (Krone) verloren hatte, wetteiferte nämlich ein Trio um die Nachfolge von André und Katrin Friesicke. Neben dem Ehrenvorsitzenden wollten auch Insignienschütze Tölke und John-Dennis Budde an die Spitze der neuen Throngesellschaft, aber schließlich hatte eben Groll zum richtigen Zeitpunkt den Finger am Abzug.

Wie in Friedrichsdorf üblich, ging es beim anschließenden Bierkönig-Schießen deutlich schneller. Nach drei Schuss fiel der Holzschuh aus dem Kugelfang und Walter Reker (55) hatte den Titel. Er tat es Groll gleich und wählte seine Frau Monika (54) zur Mitregentin.

Die erste Königswürde des dreitätigen Festreigens auf dem Platz an der Johannes-Brahms-Straße ging an Andre Seelandt. Der 16-Jährige, der demnächst eine Klempner-Lehre beginnt, schoss den bisher erst zweiten Vogel der Jungschützen ab. Obwohl der Verein schon 93 Jahre alt ist, gibt es den Nachwuchs-Wettkampf erst seit 2018.

Natürlich war Seelandt auch mit von der Partie, als sich der neue Thron am Abend vor dem Vereinslokal Schützenhof Niermann der Öffentlichkeit präsentierte und anschließend noch lange im Festzelt gefeiert wurde.

Die drei Festtage sind für den Vorsitzenden Jörg Kleineschallau, seine Stellvertreterin Birgit Aschentrup und den Vorstand aber immer auch der passende Rahmen, um die Jubilare und engagierten Mitglieder zu ehren. So feierten dieses Mal Manfred Füchtenskordsjürgen, Thomas Holtmann, Christoph Knipschild und Volker Laske ihre 25-jährige Zugehörigkeit zu den Bürgerschützen. Josef Klocke und Heinz Helfberend sind schon 40 Lenze dabei und Günter Plassmann kommt gar auf ein halbes Jahrhundert.

Mit der Verdienstnadel des Vereins wurden Dietlind Günnewig, Björn Jan Jäger, Heiner Niermann und Annett Brückner ausgezeichnet. Den Verdienstorden 2. Klasse erhielten von Kleineschallau Horst Löffler, Andreas Jäger und Marion Bergner-Hippe. Zu guter Letzt ging die Ausführung erster Klasse an Dieter Laske und Claudia Tautz.


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