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Es mangelt an Unterstützung

Der Vorsitzende des SV Avenwedde fordert bei der Jahreshauptversammlung mehr Engagement von den Mitgliedern


Mahner: Joachim Schuster machte deutlich, dass ein Verein nur funktioniert, wenn sich die Mitglieder einbringen. Foto: Henrik Martinschledde

Mit allein über 200 juvenilen Mitgliedern in der Fußball-Jugend-Abteilung ist der aktuell 602 Köpfe starke SV Avenwedde ein junger Verein. Geführt wird er aber neuerdings von einem Ur-Großvater. Der 1. Vorsitzende Joachim Schuster (64) ist zwar schon seit 15 Jahren Vorsitzender, das „Prädikat“ bekam er allerdings erst vier Tagen vor der Jahreshauptversammlung am 15. März. Finnlay Matz heißt der kleine „Wurm“, Sohn seines Enkels Julian Justin und Enkel seines Sohnes René Schuster, dem 2. Vorsitzenden des SV Avenwedde.

In der engeren Familie des Vorsitzenden gibt es also jede Menge Grund zur Freude, in der großen, dem SV Avenwedde, sieht es nicht ganz so rosig aus. Der Mangel an ehrenamtlichem Engagement macht dem Club nach wie vor zu schaffen. Die Turnabteilung sucht händeringend nach Übungsleitern. Das Mitglied, das sich im vergangenen Jahr bereiterklärt hatte, sich beim Verband zum Mitarbeitermanager fortbilden zu lassen, hat nach dem ersten Kursmodul einen Rückzieher gemacht. Der Beirat besteht nur auf dem Papier und auch sonst ist keine Unterstützung für den Vorstand in Sicht. „Ich sehe hier viele junge Menschen, aber es ist keiner dabei, der Verantwortung übernehmen will“, blickte Schuster mahnend in die Gesichter der 57 Mitglieder im Hotel Müther. Der 64-Jährige machte dabei auch noch einmal deutlich, dass er, wie angekündigt, 2020 nicht noch einmal kandidieren werde, „selbst wenn sich niemand anderes zur Wahl stellt“. Wiedergewählt wurden dagegen an diesem Abend der 2. Vorsitzende René Schuster und die Geschäftsführerin Katja Schäfer.

Wirtschaftlich und sportlich sieht es beim SV Avenwedde gut aus. Kassierer Burkhard Wittenbrink, mit 40 Jahren im Ehrenamt ebenfalls ein Veteran im Vorstand, präsentierte bei Einnahmen von 148.307 Euro und 141.690 Euro an Ausgaben einen Überschuss von 6.617 Euro. Eine Beitragserhöhung sei daher aktuell kein Thema, müsse aber wahrscheinlich in den kommenden Jahren auf die Agenda. Auch wenn die erste Fußball-Mannschaft in der Bezirksliga derzeit in einer Krise steckt, freuen sie sich beim SVA darüber, dass sie eine vierte Seniorenmannschaft melden konnten. In der Jugend ist der Andrang riesig. „Für die G- und F-Junioren müssen wir seit fünf Monaten sogar eine Warteliste führen, da wir vom Platz und vom Personal her an unseren Grenzen sind“, schilderte Jugendleiter Michael Wirtz.

Nachdem die Mitglieder am Ende der Versammlung einer Satzungsänderung zugestimmt hatten, die den Mitarbeitermanager zum Mitglied des Vorstands erklärt, hatte Schuster noch eine schöne Aufgabe: Die Ehrung der Vereinsjubilare. Seit 60 Jahren gehört Hubert Johannhörster zum SV Avenwedde. 50 Jahre ist Josef Schuster, der Bruder des Vorsitzenden, dabei und Heinrich Voßhans kommt auf vier Jahrzehnte. Ihr silbernes Jubiläum feiern Ursula Wartburg, Günter Wolf, Sabine Wolf, Thomas Wolf, Hildegard Imkamp, Lars Schnittker, Radmil Petronijevic und Rudolf Landwehr. (hm)


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