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„Jack in the Box“ und „Tunneln“ sind keine Fremdwörter mehr

Löschzuge aus Friedrichsdorf und Spexard machen sich fit in technischer Hilfe


Neue Techniken: Die Friedrichsdorfer und Spexarder Feuerwehr-Leute übten gemeinsam die Rettung von Verkehrsunfall-Opfern.

Angeleitet durch durch Ausbilder Thomas Siekhaup (Leiter Spezialeinheit Bergung der Berufsfeuerwehr Dortmund) übten die Friedrichsdorfer Feuerwehrleute kürzlich gemeinsam mit ihren Kameraden aus Spexard neue Techniken für die Verkehrsunfallrettung.

Dabei lernten sie auch neue Begriffe wie „Jack in the Box“ und „Tunneln“. Letzteres hat nichts mit Fußball zu tun, sondern meint die schnelle Rettung eines Menschen durch das Heck eines Autos i dem die Rückbank nach unten gedrückt wird. Bei ersterem wird das Dach des Fahrzeugs mit einem hydraulischen Rettungszylinder nach oben gedrückt und nicht abgeschnitten, was wichtige Zeit spart.

Los ging es mit einem zweistündigen Theorieblock im Gerätehaus Friedrichsdorf, hier erläuterte Siekhaup den Teilnehmern die besonderen Gefahren von Fahrzeugen mit alternativer Antriebstechnik von Gas bis über den Hybrid bis zum E-Auto, insbesondere lag hier das Augenmerk auf Brände und Einklemmungen in Elektrofahrzeugen welche die Retter in Zukunft beschäftigen werden.

Anschließend wurde ein Seitenaufprall bei einem PKW simuliert, in dem eine Person eingeklemmt wurde. Zusammen mit dem Rettungsdienst Verl wurden Techniken dabei gelernt welche eine schnelle Rettung von Personen ermöglicht.

„Solche Übungen sind für die Löschzuge sehr wichtig, da wir im Randbezirk von Gütersloh im Falle eines Einsatzes zunächst auf uns alleine gestellt sind, was die technische Rettung aus PKW

oder LKW angeht“, erläuterte der stellvertretende Löschzugführer Daniel Helmig, Siekhaup ergänzte ihn und sagte : „Gerade kleine Löschzüge, wie der hier in Friedrichsdorf, sind besonders gefordert bei technischer Hilfe, oftmals verfügen sie nur über einen Rüstsatz mit Schere und Spreizer, damit müssen sie in der Lage sein, Einsätze erfolgreich zu bewältigen. Anders als bei den Feuerwehr-Kollegen in der Stadt steht ihnen nicht ein spezielles Fahrzeug, wie ein Rüstwagen zur Verfügung. Erwartet wird allerdings, dass sie die Arbeit genauso professionell erledigen.“

Ebenso wurde die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst geübt. Die Übergabe der Verletzten an den eintreffenden Rettungsdienst des Kreises stand dabei im Vordergrund.

„Wir haben heute gelernt, mit unseren Gerätschaften moderne

Rettungstechniken durchzuführen, um Unfallopfer innerhalb weniger Minuten befreien zu können“, zogen Helmig und Sieckhaup ein positives Fazit der Übung. Zusammen mit dem Friedrichsdorfer Löschzugführer Volker Müller werden die Ergebnisse nun weiter ausgewertet, damit die Löschzüge daraus Handlungsvorgaben für die Zukunft entwickeln können.


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