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Im Notfall 24 Stunden am Tag verfügbar

Erster öffentlich zugänglicher Defibrillator hängt am Avenwedder Feuerwehr-Gerätehaus


Am Standort des Defibrillators: Löschzugführer Dennis Kiunke (l.), sein Stellvertreter Mark Sander (3. v.l.) mit den Spendern Annette und Hermann Mesken.

Bei einem Herzstillstand ist Zeit der entscheidende Faktor. Die richtig ausgeführte Herz-Lungen-Wiederbelebung bis zum Eintreffen des Notarztes ist ein wichtiger Baustein, um ein Leben retten zu können. Ein anderer kann ein Defibrillator sein. Deswegen sind die Schockgeber in immer mehr öffentlichen Gebäuden vorhanden. Nur sind die im Fall der Fälle nicht rund um die Uhr greifbar. Die Kameraden des Avenwedder Feuerwehrlöschzuges gehen daher einen anderen Weg. Seit dem Feuerwehrfest Anfang September liegt ein frei zugänglicher Defibrillator in einem Kasten am Eingang des Gerätehauses an der Güthstraße 4 mitten im „Bahnhofsviertel“. Es dürfte der erste im Kreis sein, der im Notfall 24 Stunden am Tag für jeden greifbar ist.

Wichtig ist nur, dass der- oder diejenige bei einem Notfall das Gerät holen will, ein Mobiltelefon dabeihat, denn unter der Notrufnummer 112 gibt es den vierstelligen Code, um den Kasten zu öffnen. Eine Anletiung ist aber auch auf dem Kasten angebracht. „Nach den vier Ziffern muss dann nur noch die Bestätigungstaste gedrückt werden“, sagt Mark Sander. Der stellvertrende Avenwedder Löschzugführer hat das Projekt unter seine Fittiche genommen und hebt hervor: „Holen sollte den Defibrillator nur eine zweite Person, die bei einem Notfall vor Ort ist. Die erste muss die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen.“

Dabei zählt dann jede Sekunde, denn bei 85 Prozent der Fälle von plötzlichem Herztod liegt ein lebensgefährliches Kammerflimmern vor. Das kann der Defibrillator mit dem Schock beenden. Scheu bracht dabei niemand zu haben. Das Gerät gibt ab dem Einschalten eine verbale Anleitung, wie genau zu verfahren ist. „Falsch macht eigentlich nur derjenige etwas, der nichts tut“, sagt Löschzugführer Dennis Kiunke.

Möglich wurde die Anschaffung des über 2.000 Euro teuren Gerätes durch eine Spende von Hermann und Annette Mesken. Der Avenwedder Tischlermeister feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Feuerwehr-Jubiläum und übernahm aus diesem Anlass die Kosten: „Wenn der Defibrillator nur ein Leben rettet, hat er sich schon bezahlt gemacht.“

Den Standort werden die Blauröcke im Ort noch weiter publik machen. Dazu wollen sie Plakate in den Avenwedder Geschäften aufhängen und auch einen „Werbespot“ für ihre Homepage drehen. Außerdem suchen sie „Nachahmer“, denn „angesichts des Zeitfaktors im Notfall wären fünf Geräte, geografisch passend verteilt, für Avenwedde-Bahnhof optimal“, schildert Mark Sander, der unter zugfuehrer@loeschzug-avenwedde gerne weiterhilft. Technisch ist nämlich nicht alles aus einer Hand. Der Kasten kann zum Beispiel im Winter beheizt und im Sommer gekühlt werden, damit die Temperaturen dem Gerät nicht zusetzen. (hm)


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