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„Spechte“ feiern Titelverteidigung

SV Spexard besiegt den FC Gütersloh im Finale der 32. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft mit 6:1


Triumph: Lauthals bejubeln die Kicker des SV Spexard um Coach Sinisa Trajkovski (h.r.) die Wiederholung ihres Vorjahreserfolges bei den Stadtmeisterschaften in der Innenstadtsporthalle. Fotos: Henrik Martinschledde

Der SV Spexard hat seinen Titel als Gütersloher Hallenfußball-Stadtmeister erfolgreich verteidigt. Im Finale der 32. Auflage am 20. Januar feierte der Westfalenligist einen 6:1-Triumph über den Oberligisten FC Gütersloh und kassierte von der Sparkasse, die zum 14. Mal als Titelsponsor auftrat, die Siegprämie in Höhe von 1.000 Euro.

Das Finalergebnis war nicht nur in der Höhe überraschend. Der FCG war souverän wie selten zuvor eine Mannschaft durch das Endrundenturnier marschiert. Erst im Halbfinale gegen Türkgücü kassierte der wieder vom selbst mitspielenden Co-Trainer Alexander Schiller gecoachte Oberligist beim Stand von 6:0 den ersten Gegentreffer überhaupt. In den Gruppenspielen gegen den TuS Friedrichsdorf (6:0), die Aramäer Gütersloh (5:0 und BW Gütersloh (4:0) hatte der Favorit fußballerisch komplett überzeugt. „Im Finale fehlte uns die Ruhe, die uns zuvor so stark gemacht hatte“, bemängelte Schiller die krassen individuellen Fehler bei fast allen Spexarder Toren.

Der SV Spexard fand dagegen genau zum richtigen Zeitpunkt zu seinen Stärken zurück. Noch im letzten Vorrundenspiel gegen Türkgücü Gütersloh langte es erst 40 Sekunden vor dem Abpfiff zu einem schmeichelhaften 1:1-Remis und damit zum Gruppensieg. Sonst wären die Spexarder und nicht Kreisligist Türkgücü im Halbfinale auf den FC Gütersloh getroffen. „Ich versuche den Jungs immer den nötigen Spaß mit auf den Weg zu geben. Und wenn die das dann so zurückzahlen macht mich das schon stolz“, beschrieb Co-Trainer Sinisha Trajkovski seine Herangehensweise. Chefcoach Martin Simov freute sich zuvor auf der berstend prall gefüllten Tribüne der Innenstadtsporthalle über den Auftritt seiner Mannschaft. Nach dem Schlusspfiff eilte er aber aufs Feld und gratulierte den Spielern.

Für Türkgücü-Trainer Mehmet Dagdelen war neben dem 3. Platz, den sein Team im Neunmeter-Schießen gegen Blau-Weiß Gütersloh gewann, wichtig, „wie wir uns hier fußballerisch und auch ohne Disziplinlosigkeiten präsentiert haben.“ Daniel Falkner, gemeinsam mit Temursolet Hasiev Coach des Kreisligisten BW Gütersloh, bezeichnete den Einzug ins Halbfinale (1:6 gegen den SV Spexard) als „grandiose Leistung der Mannschaft.“ Somit konnte er auch nichts Negatives an dem mit 1:3 verlorenen Neunmeterschießen um Rang drei finden.

Als erfolgreichster Torschütze wurde Alexios Nastas ausgezeichnet. Der Angreifer vom A-Ligisten Tur Abdin traf in der Vor- und Endrunde insgesamt zwölf Mal, obwohl sein Team das Halbfinale verpasste. Christopher Siekaup (Türkgücü) freute sich über die Wahl zum besten Torhüter.

„Bei uns war deutlich mehr drin“, ärgerte sich Benjamin Kotzott über das Ausscheiden des TuS Friedrichsdorf. Im letzten Match gegen die Aramäer hätte ein Remis zum Einzug ins Halbfinale gereicht, doch trotz zweimaliger Führung unterlag „Tippe“ mit 3:5. Da bis auf den FCG in der Gruppe drei Punkte auf dem Konto hatten, entschied am Ende die Tordifferenz.

Für den SV Avenwedde zog Trainer Levent Cayiroglu ein enttäuschtes Fazit nach nur einem Zähler und Rang vier in der Gruppe. „Wir haben naiv verteidigt“, machte Cayiroglu deutlich, „dass vier Tore gegen Tur Abdin eigentlich zum Sieg reichen sollten.“

Fehmi Duman und Yakob Anne vom perfekten Ausrichter Assyrer Gütersloh überraschten den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Gütersloh-Rietberg, Kay Klingsieck, schon vor dem Finale: Als Dankeschön für die Treue zu den Stadtmeisterschaften überreichten sie ihm 1.000 Euro, die sie zuvor bei den teilnehmenden Teams und im eigenen Verein eingesammelt hatten. Das Geld soll an die Malteser gespendet werden. (Norbert Röwekamp)


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