Ein rundum gelungenes Familienfest >

Über 2.000 feiern auf dem Rasen

Friedrichsdorfer Wies’n-Rock auch im Mai Publikumsmagnet


Richtig rockig: Die "Password Monkeys" aus München mit Sänger Fabi sorgten für wilde Tanz-Arien auf der Kirchwiese. Foto: Henrik Martinschledde

Wies’n-Rock im Mai – das gab es noch nie. War aber auch egal. So ein Umsonst-und-Draußen-Festival steht und fällt natürlich mit dem Wetter und das zeigte sich am 18. Mai von seiner besten Seite. Über 20 Grad und ordentlich Sonnenschein. Kein Wunder also, dass das Orga-Team von der evangelischen Kirchenjugend mit dem Himmelskörper um die Wette strahlte, denn weit über 2.000 kamen zur 21. Auflage von Friedrichsdorfs „größter Gartenparty“ und sorgten für eine Superstimmung auf der Kirchwiese mitten in „Tippe“.

Da machte es auch nichts, dass dieses Mal „nur“ vier statt der bisher fünf Bands die Bühne enterten. „2018 sind wir doch derbe mit der Fußball-WM zusammengerasselt. Das hat Einnahmen gekostet und wir mussten dieses Mal etwas sparen“, erklärten Mario Stitz und Kirsten Förste, die Köpfe der Wies‘n-Rock-Mannschaft. Geschadet hat es nicht, denn die beiden und ihre über 100 ehrenamtlichen Mitstreiter hatten ein gutes Händchen bei der Künstlerwahl. Der kleine Schwund an „Musik-Masse“ wurde locker durch „Musik-Klasse“ ersetzt. Außerdem konnte so jede Band einige Stücke mehr bringen.

„KrAWAllo“ waren in der Beziehung schon ein Selbstläufer. Getreu dem zweiten Motto des Festivals „Für alle von 0 bis 99“ sorgten sie schon zum Auftakt für eine rappelvolle Wiese, denn die drei Herren aus Münster genießen in der Region beinahe Kultstatus bei allen unter zehn Jahren oder 1,40 Metern.

Deutlich rockiger wurde es dann am frühen Abend mit „OX“ aus Karlsruhe. Harte Riffs, melodiöse Refrains und eingängige Songs lockten die ersten Tanzwütigen vor Bühne. So einfach ist das in Friedrichsdorf nicht, denn der Wies’n-Rock war und ist auch immer ein großes Wiedersehen. Da wird dann viel lieber mit alten Bekannten geschnackt als auf selbiger Wiese abgerockt. „OX“ bekamen das aber hin.

Die 180-Grad-Wende in Sachen Musikstil kam anschließend von „Passepartout“. Rap, Soul und Jazz in Französisch und Deutsch, garniert mit einem großen Bläsersatz und sogar einem Querflötensolo – da legte sich ein Hauch von „Savoir vivre“ über die Wiese: Schön relaxen auf der mitgebrachten Decke und einfach zuhören.

Mächtig was auf die Ohren gab es dann bei der letzten Band des Abends, den „Password Monkeys“ aus München. Die Gewinner des 35. Deutschen Rock und Pop Preises gelten als einer der besten Newcomer-Bands in Sachen Hard Rock und machten ihrem Ruf auf der Wies’n-Rock-Bühne alle Ehre. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis zu den groovigens Sounds á la AC/DC, Guns’n’Roses und Whitesnake die ersten Moshing-Arien auf der Wiese zelebriert wurden.

Der Charme des Festivals liegt auch immer darin, dass sich viele von den ehrenamtlichen Helfern noch etwas besonderes einfallen lassen. Die Theken-Crew von Bierwagen Nummer 1 taufte den Gerstensaft dieses Mal in „VampBier“ um und kostümierte sich entsprechend mit Umhang, Bleichgesicht und natürlich den Zähnen der Blutsauger. Der Wies’n-Rock 2019 hatte also wirklich Biss. (hm)


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